Paul Ozhgibesov

Paul Ozhgibesov versetzt uns in eine Traumwelt romantischer Landschaften und Stillleben. Sonnendurchflutete Felder wechseln sich ab mit lyrischen Stadtlandschaften, deren helle Farben uns das Grau des Alltags vergessen lassen. Einerseits expressiv und kräftig, anderseits verhalten, abstrahiert der Künstler die Welt innerhalb seines eigenen Farbspektrums. Dabei lotet er virtuos die Nuancen in klar definierten Grenzen aus.

Paul hat mit dem Malen schon vor der Grundschule, in einer Kinderkunstschule angefangen. Etwa 7 Jahre lang besuchte er verschieden Kunststudios.

Seit 1988 studierte er an der Tscheljabinsk Kunstfachhochschule, die er mit Auszeichnung in 1992 absolvierte. Seine Diplomarbeit bestand aus grafischen Blättern zu Erzählungen von Daniil Charms (gemischte Technik: Papier, Wasserfarbe, Tusche, Temperafarbe, Buchdruckfarbe, Aerographie). Neben seiner akademischen Kunstausbildung an der Fachhochschule, entwickelte Paul Ozhgibesov unter anderem  Interesse zum Suprematismus, Konstruktivismus und der Op-Art, die die Grundlage für seine derzeitige Maltechnik bildet.

Ab 1993 studierte er am Theaterinstitut Jaroslawl des Volkov-Theaters, mit der Spezialisierung Produktionsdesign am Puppentheater (der Kurs von V. V. Borisov).
Den stärksten Einfluss während des Studiums hat das Begreifen des Interaktion von  Rolle, Oberflächenbeschaffenheit und Sujet. Das Verständnis dieser Zusammenhänge ist unentbehrlich, wenn man die Sujets in Alltagsstillleben umwandelt, wenn Rollen durch gewöhnliche Gegenstände repräsentiert werden: eine Kaffeekanne, ein Krug, Obst, Bäume und sogar Menschen.
Eine seiner Studentenarbeiten errang den ersten Platz eines internationalen Theaterfestivals in Jaroslawl.

Die akademischen Kenntnisse, die er an der Fachhochschule erworben hat, so wie die schöpferische Freiheit, die am Theaterinstitut gefördert wurde, haben den Charakter seiner Kunst geprägt. Das technische Grundprinzip ist eine optische Farbenmischung einer Lasur, die im Gegensatz zu einer physischen Vermischung eine viel saubere und interessante Malerei ergibt.

Ungeachtet seiner etablierten Maltechnik,gibt er nicht auf, neue Experimente mit neuen Materialien und Verfahren: Pastell, Wasserfarbe, Tusche und anderen einzuschlagen.

Seine Weltanschauung als eines Künstlers kann man mit folgenden Worten aus einem Werk von Josif Brodsky „Der Sohn der Zivilisation“ illustrieren:
„Die Kunst ist nicht die bessere, sondern ein alternative Existenz; ein Versuch nicht von Vermeidung der Realität, sondern, umgekehrt, deren Belebung.“

Er meint, dass eine alternative Zivilisation, die in unserem Inneren erschaffen wird mit der Schönheit, die wir aus der Kunst aufsaugen als ein Ergebnis der inneren Selbstarbeit und Synthese, eine Quelle der Inspiration und der schöpferischen Energie ist.
Auf diese Art und Weise entsteht ein Expressionismus, der nicht auf dem Eindruck der äußeren, sondern der inneren Welt basiert, als Quintessenz des Besten in der Außenwelt.

Die letzten 6 Jahre wohnt er und arbeitet in Moskau

Ausstellungen: